Der Steuertip der Verdener Aller Zeitung

Alle Steuertipps vom Steuerberater Thomas Bartling, die in einem zweiwöchentlich
Rhythmus in der Verdener Aller Zeitung veröffentlicht werden.


  • Vermietung und Verpachtung: Bestimmung der ortsüblichen Marktmiete


    Wer anderen unbewegliches Vermögen gegen Entgelt zum Gebrauch überlässt erzielt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Der Vermieter kann dabei Aufwendungen zum Erwerb, zum Erhalt und zur Sicherung des vermieteten Vermögens als Werbungskosten abziehen. Eine Überlassung ohne Entgelt führt zu einem Versagen des Werbungskostenabzugs, eine verbilligte Überlassung zu Kürzungen des Werbungskostenabzugs. Entspricht die vereinbarte Miete dabei nicht der sog. ortsüblichen Miete ist zu beurteilen, ob und in welchem Verhältnis Ausgaben zu berücksichtigen sind.

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  • Enteignung ist kein privates Veräußerungsgeschäft (FG)


    Das Finanzgericht Münster hatte in einem Fall darüber zu entscheiden, ob die durch einen Sonderungsbescheid angeordnete Übertragung des Eigentums an einem Grundstück auf eine öffentlich-rechtliche Körperschaft (Stadt) ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne des § 23 des Einkommensteuergesetzes (EStG) darstellt und demzufolge in den Jahren 2009 und 2012 (Streitjahre) ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn anzusetzen ist.

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  • Steuererklärung 2018: Neue Regelungen zu Abgabefristen und Belegpflichten


    Das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens bringt bei den Steuererklärungen für 2018 einige wichtige Neuerungen. Neben verlängerten Abgabefristen gelten nun teilweise strengere Regeln bei den Verspätungszuschlägen: Diese werden künftig automatisiert erhoben, Ermessensspielräume der Finanzämter entfallen damit. Zudem sind die Belegpflichten für Steuerpflichtige modifiziert worden. Steuerpflichtige, die nicht steuerlich beraten werden, haben nun zwei Monate mehr Zeit, ihre Steuererklärung abzugeben.

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  • Aufwendungen für nicht anerkannte Heilmethoden als außergewöhnliche Belastungen


    Die Vorlage eines knappen amtsärztlichen Attests kann ausreichen, um Aufwendungen für wissenschaftlich nicht anerkannte Heilmethoden als außergewöhnliche Belastung abzuziehen. Dies hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (FG) entschieden.

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  • Geringfügig entlohnte Beschäftigung


    Die Thüringer Landesfinanzdirektion hat mit Mitteilung vom 28.11.2018 zum Thema schwankende Einnahmen bei geringfügig entlohnter Beschäftigung (Mini-Jobs) Stellung genommen. Da Finanzverwaltung und Sozialversicherung uneinig darüber waren, wie Mini-Jobs bei schwankenden Einnahmen zu beurteilen sind, hat die vorgenannte Landesfinanzdirektion eine Aussage zum Lohnsteuer-Arbeitgeberrecht getätigt. Und dabei hat sich nunmehr die für Steuerpflichtige positive Sicht der Sozialversicherung durchgesetzt.

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  • Einkommensteuer: An Verwaltungsratsmitglieder gezahlte Entschädigungen


    In einem aktuellen Fall hatte das Finanzgericht Münster (FG) darüber zu entscheiden, ob wie vom Kläger begehrt für die Abgeltung von Zeitaufwand gezahlte Entschädigungen an Verwaltungsratsmitglieder steuerbefreit sind. Der Kläger ist Rechtsanwalt und war im Streitjahr 2015 Mitglied bzw. alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates einer Krankenkasse und Mitglied der Vertreterversammlung einer weiteren Körperschaft des öffentlichen Rechts.

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  • Gemeinnützigkeit eines IPSC-Schießvereins


    Ein Verein, dessen Zweck in der Förderung des Schießsportes, insbesondere des IPSC-Schießens besteht, erfüllt die satzungsmäßigen Anforderungen an die Feststellung der Gemeinnützigkeit. Der Kläger war ein Verein zur Förderung des Schießsportes, insbesondere IPSC (International Practical Shooting Confederation) Schießen und sonstiges Sportschießen. Der Verein ist Mitglied im Bund Deutscher Sportschützen e.V. (BDS). Der BDS ist ein Schießsportverband und als gemeinnützig anerkannt. Auch das IPSC Schießen ist Bestandteil der genehmigten Sportordnung.

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  • BFH: Gesellschaftereinlage als nachträgliche Anschaffungskosten


    Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden, dass Aufwendungen eines Gesellschafters aus einer Einzahlung in die sog. Kapitalrücklage einer GmbH zur Vermeidung einer Bürgschaftsinanspruchnahme zu nachträglichen Anschaffungskosten auf seine Beteiligung führen. Im Streitfall hatte ein GmbH-Gesellschafter eine Bürgschaft für Bankverbindlichkeiten der Gesellschaft übernommen.

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  • Jahressteuergesetz 2018 verabschiedet


    Der Bundesrat hat am 23.11.2018 das Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften  (vormals Jahressteuergesetz 2018) beschlossen. Ab Januar 2019 werden alle Betreiber elektronischer Marktplätze (z.B. amazon, ebay) dazu verpflichtet, bestimmte Daten der Verkäufer zu erfassen, um eine Prüfung der Steuerbehörden zu ermöglichen. Für nicht entrichtete Umsatzsteuer aus dem Handel über ihre Plattform sollen sie künftig in Haftung genommen werden.

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  • Lohnsteuer-Anrufungsauskunft


    Gerade auch im Rahmen der Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen im Unternehmen kann es sich empfehlen, die gewünschten Gestaltungen durch eine sog. Anrufungsauskunft beim Finanzamt lohnsteuerlich absichern zu lassen. Eine fehlerhafte Sachverhaltswürdigung in Form eines falschen oder unterlassenen Lohnsteuerabzugs kann dabei nämlich für Arbeitgeber sehr teuer werden. Eine Haftungsfalle kann drohen. Die Finanzämter bieten deshalb eine kostenlose Anrufungsauskunft an.

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  • Einkommensteuer: Veräußerungsnebenkosten als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung


    In einem aktuell veröffentlichtem Urteil des Finanzgerichts Köln (FG) sind Makler-, Rechtsanwalts- und Notarkosten, die für den Verkauf einer nicht vermieteten Immobilie angefallen sind, als Werbungskosten bei einer aus dem Verkaufserlös angeschafften und vermieteten Immobilie zu berücksichtigen.

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  • Steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus


    Der von der Regierung eingebrachte Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus sieht die Einführung einer bis Ende des Jahres 2021 befristeten Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau in Höhe von fünf Prozent pro Jahr vor. Hintergrund ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen sowie die steigenden Mieten. Die Sonderabschreibungen sollen zusätzlich zur bestehenden linearen Abschreibung von derzeit 2 Prozent gewährt werden.

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  • Interessantes Urteil zur Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen


    Die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen im Haushalt des Steuerpflichtigen wird auch dann gewährt, wenn eine Reparatur nicht im Haushalt des Steuerpflichtigen erfolgt, sondern der Haushaltsgegenstand vom Handwerker mitgenommen und in seiner Werkstatt repariert wird. Dies hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (FG) in einem aktuellen Urteil entschieden.

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  • Förderprogramme: Anträge auf Baukindergeld


    Seit dem 18.09.2018 können bei der KfW-Bankengruppe - ausschließlich online - Anträge für das Baukindergeld gestellt werden. Auf der Homepage der KfW-Bankengruppe findet man außerdem ein Merkblatt dazu (Nr. 424). Gefördert wird der erstmalige Neubau oder Erwerb von Wohneigentum zur Selbstnutzung für Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren. Das Baukindergeld wird flächendeckend in Deutschland bis zu einer Einkommensgrenze von 75.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen pro Jahr und zusätzlich 15.000 Euro pro Kind gewährt.

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  • Abschreibung bei mittelbarer Grundstücksschenkung


    Zur Reduzierung der Schenkungsteuer kann man bei Übertragung einer Immobilie den Weg der sog. mittelbaren Grundstücksschenkung wählen. Der Steuerpflichtige erhält eine Geldzuwendung, die mit der strikten Auflage verbunden ist, mit diesem Geld eine genau bestimmte Immobilie zu erwerben. Deren steuerlicher Wert, der unter Zugrundelegung des Ertragswert-, Vergleichswert- oder Sachwertverfahrens zu ermitteln ist, ist dann die Bemessungsgrundlage für die Schenkungsteuer. Dieser sog.

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  • Ehe für alle - rückwirkender Splittingtarif


    Das Finanzgericht Hamburg (FG) hat in einem jüngst entschiedenen und veröffentlichten Fall der Klage eines gleichgeschlechtlichen Ehepaares stattgegeben, das die rückwirkende Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer ab dem Jahr 2001 beantragte. Die Kläger hatten nach Inkrafttreten des Gesetzes über die Eingetragene Lebenspartnerschaft (Lebenspartnerschaftsgesetz) am 01.08.2001 im Jahr 2001 eine Lebenspartnerschaft begründet, die sie nach Inkrafttreten des Eheöffnungsgesetzes (EheöffnungsG) im November 2017 in eine Ehe umwandelten.

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  • Einkommensteuer: Abfindungszahlung als Entschädigung


    In einem aktuell veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) hatte dieser über die Tarifbegünstigung des § 34 Einkommensteuergesetz (ESt) einer Entlassungs-entschädigung zu entscheiden. Im entschiedenen Fall war der Arbeitnehmer bei der Stadt A beschäftigt. Der Arbeitnehmer stand ein Jahr vor dem Renteneintritt und begehrte bereits seit Jahren unter gewerkschaftlichem und fachanwaltlichem Beistand die tarifliche Höhergruppierung, die ihm die Stadt allerdings verweigerte.

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  • Einkommensteuer: Gewinne aus dem Verkauf von Champions-League-Finaltickets


    Die WM 2018 ist gerade vorbei und das Thema Verkauf von Eintrittskarten bei Großereignissen ist aktueller denn je. Das Finanzgericht Baden-Württemberg (FG) hat vor kurzem über die Besteuerung eines Veräußerungsgewinnes durch den Verkauf von Champions-League-Finaltickets im Streitjahr 2015 zu entscheiden.

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  • Schenkungsteuer: Einladung zur fünfmonatigen Kreuzfahrt


    Kreuzfahrten erfreuen sich in den letzten Jahren größter Beliebtheit. Und sie beschäftigen mittlerweile auch die Steuergerichte. Die Richter des Finanzgerichts Hamburg (FG) hatten in einem aktuellen Urteil darüber zu entscheiden, ob die Einladung zu einer Kreuzfahrt und der damit einhergehenden Kostenübernahme der Schenkungsteuer zu unterwerfen ist oder ob nicht. Als Schenkung unter Lebenden gilt jede freigebige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird.

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  • Einkommensteuer: Nachreichen der Denkmalbescheinigung


    Das Finanzgericht (FG) Köln hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass bestandskräftige Einkommensteuerfestsetzungen noch zugunsten der Steuerpflichtigen geändert werden können, wenn sie eine Bescheinigung der Denkmalschutzbehörde nachreichen. Der Sachverhalt: Die Kläger sind Eigentümer eines denkmalgeschützten Hauses, das sie selbst bewohnen. In den Jahren 2008 bis 2010 hatten sie Erhaltungsaufwand von insgesamt rd. 30.000 Euro.

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