Der Steuertip der Verdener Aller Zeitung

Alle Steuertipps vom Steuerberater Thomas Bartling, die in einem zweiwöchentlich
Rhythmus in der Verdener Aller Zeitung veröffentlicht werden.


  • Jahressteuergesetz 2018 verabschiedet


    Der Bundesrat hat am 23.11.2018 das Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften  (vormals Jahressteuergesetz 2018) beschlossen. Ab Januar 2019 werden alle Betreiber elektronischer Marktplätze (z.B. amazon, ebay) dazu verpflichtet, bestimmte Daten der Verkäufer zu erfassen, um eine Prüfung der Steuerbehörden zu ermöglichen. Für nicht entrichtete Umsatzsteuer aus dem Handel über ihre Plattform sollen sie künftig in Haftung genommen werden.

    Weiterlesen
  • Lohnsteuer-Anrufungsauskunft


    Gerade auch im Rahmen der Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen im Unternehmen kann es sich empfehlen, die gewünschten Gestaltungen durch eine sog. Anrufungsauskunft beim Finanzamt lohnsteuerlich absichern zu lassen. Eine fehlerhafte Sachverhaltswürdigung in Form eines falschen oder unterlassenen Lohnsteuerabzugs kann dabei nämlich für Arbeitgeber sehr teuer werden. Eine Haftungsfalle kann drohen. Die Finanzämter bieten deshalb eine kostenlose Anrufungsauskunft an.

    Weiterlesen
  • Einkommensteuer: Veräußerungsnebenkosten als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung


    In einem aktuell veröffentlichtem Urteil des Finanzgerichts Köln (FG) sind Makler-, Rechtsanwalts- und Notarkosten, die für den Verkauf einer nicht vermieteten Immobilie angefallen sind, als Werbungskosten bei einer aus dem Verkaufserlös angeschafften und vermieteten Immobilie zu berücksichtigen.

    Weiterlesen
  • Steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus


    Der von der Regierung eingebrachte Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus sieht die Einführung einer bis Ende des Jahres 2021 befristeten Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau in Höhe von fünf Prozent pro Jahr vor. Hintergrund ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen sowie die steigenden Mieten. Die Sonderabschreibungen sollen zusätzlich zur bestehenden linearen Abschreibung von derzeit 2 Prozent gewährt werden.

    Weiterlesen
  • Interessantes Urteil zur Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen


    Die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen im Haushalt des Steuerpflichtigen wird auch dann gewährt, wenn eine Reparatur nicht im Haushalt des Steuerpflichtigen erfolgt, sondern der Haushaltsgegenstand vom Handwerker mitgenommen und in seiner Werkstatt repariert wird. Dies hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (FG) in einem aktuellen Urteil entschieden.

    Weiterlesen
  • Förderprogramme: Anträge auf Baukindergeld


    Seit dem 18.09.2018 können bei der KfW-Bankengruppe - ausschließlich online - Anträge für das Baukindergeld gestellt werden. Auf der Homepage der KfW-Bankengruppe findet man außerdem ein Merkblatt dazu (Nr. 424). Gefördert wird der erstmalige Neubau oder Erwerb von Wohneigentum zur Selbstnutzung für Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren. Das Baukindergeld wird flächendeckend in Deutschland bis zu einer Einkommensgrenze von 75.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen pro Jahr und zusätzlich 15.000 Euro pro Kind gewährt.

    Weiterlesen
  • Abschreibung bei mittelbarer Grundstücksschenkung


    Zur Reduzierung der Schenkungsteuer kann man bei Übertragung einer Immobilie den Weg der sog. mittelbaren Grundstücksschenkung wählen. Der Steuerpflichtige erhält eine Geldzuwendung, die mit der strikten Auflage verbunden ist, mit diesem Geld eine genau bestimmte Immobilie zu erwerben. Deren steuerlicher Wert, der unter Zugrundelegung des Ertragswert-, Vergleichswert- oder Sachwertverfahrens zu ermitteln ist, ist dann die Bemessungsgrundlage für die Schenkungsteuer. Dieser sog.

    Weiterlesen
  • Ehe für alle - rückwirkender Splittingtarif


    Das Finanzgericht Hamburg (FG) hat in einem jüngst entschiedenen und veröffentlichten Fall der Klage eines gleichgeschlechtlichen Ehepaares stattgegeben, das die rückwirkende Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer ab dem Jahr 2001 beantragte. Die Kläger hatten nach Inkrafttreten des Gesetzes über die Eingetragene Lebenspartnerschaft (Lebenspartnerschaftsgesetz) am 01.08.2001 im Jahr 2001 eine Lebenspartnerschaft begründet, die sie nach Inkrafttreten des Eheöffnungsgesetzes (EheöffnungsG) im November 2017 in eine Ehe umwandelten.

    Weiterlesen
  • Einkommensteuer: Abfindungszahlung als Entschädigung


    In einem aktuell veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) hatte dieser über die Tarifbegünstigung des § 34 Einkommensteuergesetz (ESt) einer Entlassungs-entschädigung zu entscheiden. Im entschiedenen Fall war der Arbeitnehmer bei der Stadt A beschäftigt. Der Arbeitnehmer stand ein Jahr vor dem Renteneintritt und begehrte bereits seit Jahren unter gewerkschaftlichem und fachanwaltlichem Beistand die tarifliche Höhergruppierung, die ihm die Stadt allerdings verweigerte.

    Weiterlesen
  • Einkommensteuer: Gewinne aus dem Verkauf von Champions-League-Finaltickets


    Die WM 2018 ist gerade vorbei und das Thema Verkauf von Eintrittskarten bei Großereignissen ist aktueller denn je. Das Finanzgericht Baden-Württemberg (FG) hat vor kurzem über die Besteuerung eines Veräußerungsgewinnes durch den Verkauf von Champions-League-Finaltickets im Streitjahr 2015 zu entscheiden.

    Weiterlesen
  • Schenkungsteuer: Einladung zur fünfmonatigen Kreuzfahrt


    Kreuzfahrten erfreuen sich in den letzten Jahren größter Beliebtheit. Und sie beschäftigen mittlerweile auch die Steuergerichte. Die Richter des Finanzgerichts Hamburg (FG) hatten in einem aktuellen Urteil darüber zu entscheiden, ob die Einladung zu einer Kreuzfahrt und der damit einhergehenden Kostenübernahme der Schenkungsteuer zu unterwerfen ist oder ob nicht. Als Schenkung unter Lebenden gilt jede freigebige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird.

    Weiterlesen
  • Einkommensteuer: Nachreichen der Denkmalbescheinigung


    Das Finanzgericht (FG) Köln hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass bestandskräftige Einkommensteuerfestsetzungen noch zugunsten der Steuerpflichtigen geändert werden können, wenn sie eine Bescheinigung der Denkmalschutzbehörde nachreichen. Der Sachverhalt: Die Kläger sind Eigentümer eines denkmalgeschützten Hauses, das sie selbst bewohnen. In den Jahren 2008 bis 2010 hatten sie Erhaltungsaufwand von insgesamt rd. 30.000 Euro.

    Weiterlesen
  • Einkommensteuer: Zufluss von Arbeitslohn bei Wertguthabenkonten


    Wertguthaben, auch Langzeitkonten oder Zeitwertkonten genannt, sind gute Instrumente zur flexibleren Gestaltung der Arbeitszeit. Sie folgen dem Gedanken, Arbeitnehmern die Möglichkeit zu eröffnen, einen Teil ihrer Arbeitszeit oder ihres Lohns längerfristig als Guthaben anzusparen und von diesem Guthaben eine finanziell abgepufferte und sozialversicherungsrechtlich geschützte Auszeit vom Beruf zu nehmen. Auch ist es möglich, die Arbeitszeit im Alter zu reduzieren oder früher und ohne Rentenabschläge aus dem Beruf auszuscheiden.

    Weiterlesen
  • BFH: Verfassungsmäßigkeit von Nachzahlungszinsen zweifelhaft


    Durch Beschluss des Bundesfinanzhofes (BFH) vom 25.04.2018 wird die Höhe der Nachzahlungszinsen im Sinne der Abgabenordnung (AO) zumindest ab dem Veranlagungszeitraum 2015 mit schwerwiegend verfassungsrechtlichen Zweifeln betrachtet. Gemäß § 238 AO erhält der Fiskus monatlich 0,5% bzw. jährlich 6% Nachzahlungszinsen sowohl für die Vollverzinsung als auch für Stundungs-, Hinterziehungs-, Prozess- und Aussetzungszinsen.

    Weiterlesen
  • Vorauszahlungen: Zahlung bei Lastschrift


    Wenn man seinen Gewinn anhand einer Einnah­men-Überschuss-Rechnung ermittelt, muss man kurze Zeit vor oder nach dem Jahreswechsel anfallende, regelmäßig wie­derkehrende Zahlungen dem Jahr zuordnen, zu dem sie wirtschaftlich gehören (nach § 11 EStG). In diesen Fällen ist dann nicht der Zahlungszeitpunkt maßgebend. 'Kurze Zeit' bedeutet einen Zeitraum von zehn Tagen vor Beginn oder nach Ende des Jahres (22.12. bis zum 10.01.). Man muss jedoch wissen, wann die Vorauszahlungen als abgeflossen gel­ten. Bei einer Überweisung ist immer wieder die Kontobelastung entscheidend.

    Weiterlesen
  • Dauerbrenner: Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen


    Zu einem absoluten Dauerbrenner bei der Einkommensteuer haben sich die haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen entwickelt. In den neuesten Urteilen zur Steuerermäßigung geht es u. a. um Alarmüberwachung, Erschließungsbeiträge und Glasfaseranschlüsse sowie die Abgrenzung von begünstigten Handwerkerleistungen und Neubaumaßnahmen. Alarmüberwachung: Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg hatte vor kurzem folgenden Fall zu entscheiden: Eine Familie hatte einen Vertrag mit einer Sicherheitsfirma abgeschlossen.

    Weiterlesen
  • Veräußerung eines unentgeltlich bestellten Erbbaurechts kein privates Veräußerungsgeschäft


    Die Veräußerung eines unentgeltlich bestellten Erbbaurechts stellt kein privates Veräußerungsgeschäft dar. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuell veröffentlichten Urteil entschieden. Zum Hintergrund: Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne von § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) sind steuerpflichtig. Diese umfassen gemäß § 23 EStG u.a.

    Weiterlesen
  • BFH ändert Rechtsauffassung über Schenkungsteuerpflicht der vGA zugunsten einer nahestehenden Person


    In drei Urteilen aus September 2017 hatte sich der Bundesfinanzhof (BFH) mit der Schenkungsteuerpflicht einer sog. verdeckten Gewinnausschüttung (vGA) zugunsten einer dem Gesellschafter der Kapitalgesellschaft nahestehenden Person auseinandergesetzt. Hintergrund: Zahlt eine GmbH an einen Gesellschafter ein überhöhtes Gehalt, einen überhöhten Kaufpreis oder eine überhöhte Miete, stellt sich die Frage, ob der unangemessene Teil der Vergütung eine Schenkung der GmbH darstellt.

    Weiterlesen
  • Dienstwagen für Ehegatten mit Minijob


    Das Finanzgericht (FG) Köln hat in einem aktuell veröffentlichten Urteil entschieden, dass die Kosten für einen Dienstwagen auch dann als Betriebsausgaben abzugsfähig sind, wenn dieser dem Ehegatten im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses (Minijob) überlassen wird. Folgender Sachverhalt lag zugrunde: Der Kläger beschäftigte seine Ehefrau im Rahmen eines Minijobs als Büro-, Organisations- und Kurierkraft für 400 Euro monatlich. Er überließ seiner Frau hierfür einen PKW, den sie auch privat nutzen durfte.

    Weiterlesen
  • Privates Veräußerungsgeschäft: Bezahlen mit Bitcoins


    Bei der Kryptowährung Bitcoin handelt es sich um eine unregulierte und von staatlichen Institutionen und Kreditinstituten unabhängige „Ersatzwährung“, die starken Kursschwankungen unterliegt. Der Kurs richtet sich allein nach Angebot und Nachfrage, daher stellen Bitcoins auch Spekulationsobjekte dar und bei einem Kurssturz drohen hohe finanzielle Verluste. An das Finanzministerium Hamburg ist in diesem Zusammenhang die Frage herangetragen worden, wie Gewinne (oder Verluste) aus der Veräußerung von Bitcoins ertragsteuerlich zu behandeln sind.

    Weiterlesen

Seiten