Der Steuertip der Verdener Aller Zeitung

Alle Steuertipps vom Steuerberater Thomas Bartling, die in einem zweiwöchentlich
Rhythmus in der Verdener Aller Zeitung veröffentlicht werden.


  • Veräußerung eines unentgeltlich bestellten Erbbaurechts kein privates Veräußerungsgeschäft


    Die Veräußerung eines unentgeltlich bestellten Erbbaurechts stellt kein privates Veräußerungsgeschäft dar. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuell veröffentlichten Urteil entschieden. Zum Hintergrund: Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne von § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) sind steuerpflichtig. Diese umfassen gemäß § 23 EStG u.a.

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  • Dienstwagen für Ehegatten mit Minijob


    Das Finanzgericht (FG) Köln hat in einem aktuell veröffentlichten Urteil entschieden, dass die Kosten für einen Dienstwagen auch dann als Betriebsausgaben abzugsfähig sind, wenn dieser dem Ehegatten im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses (Minijob) überlassen wird. Folgender Sachverhalt lag zugrunde: Der Kläger beschäftigte seine Ehefrau im Rahmen eines Minijobs als Büro-, Organisations- und Kurierkraft für 400 Euro monatlich. Er überließ seiner Frau hierfür einen PKW, den sie auch privat nutzen durfte.

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  • Privates Veräußerungsgeschäft: Bezahlen mit Bitcoins


    Bei der Kryptowährung Bitcoin handelt es sich um eine unregulierte und von staatlichen Institutionen und Kreditinstituten unabhängige „Ersatzwährung“, die starken Kursschwankungen unterliegt. Der Kurs richtet sich allein nach Angebot und Nachfrage, daher stellen Bitcoins auch Spekulationsobjekte dar und bei einem Kurssturz drohen hohe finanzielle Verluste. An das Finanzministerium Hamburg ist in diesem Zusammenhang die Frage herangetragen worden, wie Gewinne (oder Verluste) aus der Veräußerung von Bitcoins ertragsteuerlich zu behandeln sind.

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  • Zahlungen des Franchisenehmers für Werbung sofort abziehbare BA


    Das Finanzgericht (FG) Köln hat in einem aktuellen Fall entschieden, dass die Zahlungen eines Franchisenehmers für laufende überregionale Werbeleistungen wie beispielsweise Kino- oder Fernsehwerbung, Handzettelaktionen oder Plakatwerbung, nicht als geleistete Anzahlungen zu aktivieren sind, sondern als Betriebsausgabe sofort abzugsfähig sind. Strittig war zwischen den Parteien der Abzug der Beiträge für überregionale Werbung eines Franchisenehmers, die dieser aufgrund des Franchisevertrages mit der einer Firma F-KG in monatlichen Raten an die F-GmbH leistete.

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  • Lohnsteuer: Neues BMF-Schreiben zur Anrufungsauskunft


    Insofern man als Unternehmer oder Steuerpflichtiger wissen möchte, wie das Finanzamt einen bestimmten Sachverhalt mit weitreichenden steuerlichen Konsequenzen beurteilen wird, kann man vor Durchführung der Maßnahme einen Antrag auf sog. verbindliche Auskunft nach § 89 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) stellen. Allerdings nimmt die Finanzverwaltung für diese Dienstleistung zum Teil nicht unerhebliche Gebühren. Neben dieser verbindlichen Auskunft gibt es jedoch auch noch die sog. Anrufungsauskunft nach § 42e des Einkommensteuergesetzes (EStG) für den Bereich der Lohnsteuer.

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  • Lohnsteuer: Neues BMF-Schreiben zur Anrufungsauskunft


    Insofern man als Unternehmer oder Steuerpflichtiger wissen möchte, wie das Finanzamt einen bestimmten Sachverhalt mit weitreichenden steuerlichen Konsequenzen beurteilen wird, kann man vor Durchführung der Maßnahme einen Antrag auf sog. verbindliche Auskunft nach § 89 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) stellen. Allerdings nimmt die Finanzverwaltung für diese Dienstleistung zum Teil nicht unerhebliche Gebühren. Neben dieser verbindlichen Auskunft gibt es jedoch auch noch die sog. Anrufungsauskunft nach § 42e des Einkommensteuergesetzes (EStG) für den Bereich der Lohnsteuer.

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  • Wann muss ein Arbeitnehmer mit Nebeneinkünften eine Steuererklärung abgeben?


    Erzielt der Steuerpflichtige Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, von denen ein Steuerabzug vorgenommen wurde, und hat er noch Nebeneinkünfte (z.B. aus Vermietung und Verpachtung), dann ist er unter Umständen zur Veranlagung verpflichtet, d.h. zur Abgabe einer Steuererklärung. Dies ist immer der Fall, wenn die Nebeneinkünfte mehr als 410 Euro betragen. Nebeneinkünfte sind Einkünfte aus anderen Einkunftsarten (z. B. Vermietungseinkünfte), aber auch Progressionseinkünfte (z. B. Arbeitslosengeld, Kranken-geld, Elterngeld). Positive und negative Einkünfte sind hierbei zu verrechnen.

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  • Einkommensteuer: Abzugsfähigkeit von Schulgeldzahlungen


    In einem aktuell veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhof (BFH) wurde entschieden, dass der Sonderausgabenabzug für Schulgeld beim Besuch von Privatschulen nicht voraussetzt, dass die zuständige Schulbehörde in einem Grundlagenbescheid bescheinigt, dass die Privatschule ordnungsgemäß auf einen anerkannten Schul- oder Berufsabschluss vorbereitet. Führt eine Privatschule nicht zu einem anerkannten Schul- oder Berufsabschluss, sondern bereitet sie lediglich auf einen solchen vor, muss nachgewiesen werden, dass sie eine ordnungsgemäße Vorbereitung gewährleistet.

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  • Einkommensteuer: Abzugsfähigkeit von Schulgeldzahlungen


    In einem aktuell veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhof (BFH) wurde entschieden, dass der Sonderausgabenabzug für Schulgeld beim Besuch von Privatschulen nicht voraussetzt, dass die zuständige Schulbehörde in einem Grundlagenbescheid bescheinigt, dass die Privatschule ordnungsgemäß auf einen anerkannten Schul- oder Berufsabschluss vorbereitet. Führt eine Privatschule nicht zu einem anerkannten Schul- oder Berufsabschluss, sondern bereitet sie lediglich auf einen solchen vor, muss nachgewiesen werden, dass sie eine ordnungsgemäße Vorbereitung gewährleistet.

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  • Abfindung für Verzicht auf künftigen Pflichtteilsanspruch


    Verzichtet ein gesetzlicher Erbe gegenüber seinen Geschwistern auf seinen künftigen Pflichtteilsanspruch gegen Abfindung, so fällt die gezahlte Abfindung unter die für Geschwister geltende Steuerklasse II und nicht unter die im Verhältnis von Eltern zu Kindern günstigere Steuerklasse I. Damit hat der Bundesfinanzhof (BFH) seine Rechtsprechung geändert. Der Verzicht des gesetzlichen Erben auf einen Pflichtteilsanspruch gegen Abfindung unterliegt der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Erfolgt der Verzicht vor dem Tod des künftigen Erblassers, wird die Abfindung als Schenkung behandelt.

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  • Einkommensteuer: Begünstigung von Zweit- und Ferienwohnungen


    Im März dieses Jahres berichteten wir bereits über das Thema privates Veräußerungsgeschäft und Spekulationsfrist bei Zweit-/Ferienwohnungen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat jetzt aktuell ganz im Sinne der Eigentümer entschieden. Kurz zum Hintergrund: Verkaufen Sie eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach der Anschaffung bzw. Fertigstellung, ist ein evtl.

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  • Einkommensteuer | Musterklage zu Straßenausbaubeiträgen


    Der Bund der Steuerzahler (BdSt) lässt mit einer neuen Musterklage prüfen, ob Hauseigentümer die Erschließungsbeiträge für den Straßenausbau von der Steuer absetzen dürfen und unterstützt das Gerichtsverfahren eines Ehepaars aus Brandenburg. Umstritten ist, ob die Erschließungsbeiträge, die Anwohner für die Erneuerung einer Gemeindestraße zahlen müssen, als Handwerkerleistungen in der Einkommensteuererklärung abgesetzt werden können, wenn die Maßnahme von der öffentlichen Hand erbracht und per Bescheid abgerechnet wird.

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  • Kassenführung: Erstellung einer Verfahrensdokumentation


    Bereits mit Schreiben aus dem Jahr 2014 hat das Bundesfinanzministerium (BMF) die Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff – kurz GoBD – erlassen. Diese gewinnen besondere Relevanz, weil der Bundesfinanzhof (BFH) die Rechte der Betriebsprüfung zuletzt mehrfach gestärkt hat. So lässt er den Zugriff der Finanzverwaltung auf Warenwirtschaftssysteme zu und hält Verfahrensdokumentationen im Zusammenhang mit der Kassenführung für erforderlich.

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  • Pauschalsteuer für Geschenke


    Macht ein Unternehmer seinen Geschäftsfreunden Geschenke und übernimmt er für sie deren Steuer pauschal in Höhe von 30%, so ist die von ihm gezahlte Pauschalsteuer nicht als Betriebsausgabe abziehbar, wenn entweder das Geschenk mehr als 35 € wert ist oder wenn es zusammen mit der Pauschalsteuer den Betrag von 35 € überschreitet. Geschenke an Geschäftsfreunde sind in der Regel nicht als Betriebsausgaben abziehbar, wenn ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten pro Empfänger und Jahr mehr als 35 € betragen.

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  • Steuerliche Neuregelungen ab 1.1.2018


    Der Gesetzgeber hat im Juni 2017 das „Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen“ sowie das Gesetz zur Bekämpfung der Steuerumgehung und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften verabschiedet. Nachfolgend die wichtigsten Neuregelungen: Neben der Abziehbarkeit von Aufwendungen für Rechte und Lizenzen sowie der Steuerfreiheit von Sanierungsgewinnen betrifft es auch einen Bereich, der für viele Unternehmen Bedeutung hat, nämlich die Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG).

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  • Neue Rechtsprechung zum Arbeitszimmer


    Zu Beginn dieses Jahres entschied der Bundesfinanzhof (BFH), wie die Arbeitszimmerkosten bei einem Zimmer und mehreren Nutzern anzusetzen sind. Der BFH urteilte, dass jeder Nutzer hat einen eigenen Anspruch auf den Höchstbetrag hat. Aktuell mussten die BFH-Richter nun in dem Fall entscheiden, wie bei einem Nutzer und mehreren Arbeitszimmern zu verfahren ist. In dem vorliegenden Fall wohnte der Kläger in Essen und unterhielt einen zweiten Wohnsitz in Osnabrück. Mit der Durchführung von Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen erzielte er Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit.

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  • Arbeitgeberzuschüsse zu einer privaten Zusatz-KV als Sachlohn?


    Für eine Reihe von Sachbezügen durch den Arbeitgeber kann die Steuerfreiheit beansprucht werden, soweit der monatliche Vorteil nicht mehr als 44 Euro beträgt. Klassischer Anwendungsfall in der Praxis sind Benzin- oder Warengutscheine, die bei Dritten (z.B. Tankstelle) einzulösen sind. Da es sich um eine Freigrenze handelt, geht die Steuerfreiheit aber verloren, sobald der Betrag von 44 Euro überschritten wird, auch wenn es nur wenige Cent sind. Doch wie sieht es bei Zuschüssen aus, die der Firmenchef für eine private Krankenzusatzversicherung seiner Arbeitnehmer leistet.

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  • Das E-Bike als Incentive für Mitarbeiter


    Zunehmend bieten Firmen ihren Mitarbeitern Dienstfahrräder an – anstatt oder zusätzlich zu einem Firmenwagen. Neben dem Umweltgedanken, der Förderung der Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie der Firmenreputation spielen hierbei auch finanzielle Erwägungen eine Rolle: Einerseits ergeben sich regelmäßig wirtschaftliche Vorteile für die Mitarbeiter, andererseits können auch die Arbeitgeber in den Fällen einer Gehaltsumwandlung Einsparungen bei der Sozialversicherung erzielen. Der Arbeitgeber kann bzw. muss diesen Sachbezug individuell bei der Gehaltsabrechnung versteuern.

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  • Heilberufe und Umsatzsteuer


    Ärzte, Zahnärzte, Psychologen, Heilpraktiker, Hebammen und Physiotherapeuten erbringen grundsätzlich sog. steuerfreie Umsätze im Rahmen des Umsatzsteuergesetzes (UStG). Voraussetzung für die Steuerbefreiung von Heilbehandlungen (§ 4 Nr. 14 UStG) ist, dass die jeweilige Leistung der Vorbeugung, der Diagnose, der Behandlung und der Heilung von Krankheiten dient. Dabei wurde es seitens der Finanzverwaltung meistens nicht beanstandet, wenn diese Berufsgruppen im Rahmen ihrer steuerlichen Veranlagung und Erfassung keine Umsatzsteuererklärung abgegeben haben.

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  • PV-Anlage: Feststellungserklärung oder Einnahmen-Überschuss-Rechnung?


    Mit Urteil vom 22.02.2017 hat das Niedersächsische Finanzgericht (FG Niedersachsen) entschieden, dass der Betrieb einer Photovoltaikanlage durch eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) auf dem gemeinsam genutzten Wohnhaus der Gesellschafter (zusammenveranlagte Ehegatten) einen Fall von geringer Bedeutung im Sinne des § 180 der Abgabenordnung (AO) darstellt, sodass eine gesonderte und einheitliche Feststellung der Einkünfte aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage nicht erforderlich ist. Hintergrund: Nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst.

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