Arbeitsrecht: Mindestlohn steigt in zwei Stufen (Bundesregierung)
Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1.1.2026 auf 13,90 € brutto in der Stunde steigen und ein Jahr später auf 14,60 € brutto. Das Kabinett hat den Weg für die Erhöhung freigemacht – es hat die Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni per Verordnung umgesetzt. Hierzu führt die Bundesregierung u.a. weiter aus:…
Rechtliche Folgen beim Tod eines GmbH-Gesellschafters
Ca. 3,2 Mio. geführte Familienunternehmen stehen für Arbeitsplätze in Deutschland. In vielen Fällen kann eine ungeregelte oder fehlerhafte Nachfolge mit dem wichtigen Ziel der Arbeitsplatzerhaltung und Arbeitsplatzschaffung und dem Erhalt des Familienunternehmens als Einkunftsquelle der Familie kollidieren. In diesem Umfeld stehen ca. 1,9 Mio. Unternehmen in der Rechtsform der GmbH.…
Einkommensteuer | Keine Sonderabschreibung für neue Mietwohnung bei Abriss und Neubau
Eine "neue, bisher nicht vorhandene" Wohnung i. S. von § 7b Abs. 2 Nr. 1 EStG in der Fassung des Streitjahres (2020) liegt nicht vor, wenn die durch eine Baumaßnahme geschaffene Wohnung zwar "neu" im sprachlichen Sinne ist, hierdurch aber der zuvor vorhandene Bestand an Wohnungen auf dem Grundstück nicht…
Ferienwohnungen: Wann werden Verluste aus der Vermietung von Ferienwohnungen anerkannt?
Der BFH hat mit Urteil vom 12.08.2025 (Az. IX R 23/24) klargestellt, dass bei einer ausschließlich Feriengästen angebotenen Ferienwohnung von der Absicht auszugehen ist, einen Einnahmeüberschuss zu erzielen, wenn die ortsübliche Vermietungszeit nicht erheblich unterschritten wird. Dabei kommt es auf die durchschnittliche Auslastung innerhalb von drei bis fünf Jahren an.…
E-Mobilität: Steuerliche Behandlung von Ladevorrichtung und Stromgestellung bei Arbeitnehmern
Ladevorrichtungen (sog. Wallboxen) werden für jedes Elektrofahrzeug benötigt. Hierfür hat der Gesetzgeber erhebliche Vergünstigungen im Rahmen der Lohnabrechnung eingeführt. Sowohl die Überlassung als auch die Übereignung sind im Lohnbereich begünstigt. Ebenso wurden für die Erstattung von Stromkosten durch den Arbeitgeber einige Vereinfachungsregelungen hinsichtlich des Auslagensatzes festgelegt. Bevor diese Varianten im…
Angabenordnung | Änderung von Steuerbescheiden bei elektronischer Datenübermittlung durch Dritte
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass ein Steuerbescheid stets geändert werden kann, wenn elektronisch übermittelte Daten bisher nicht oder nicht zutreffend berücksichtigt wurden. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob der Inhalt der Daten dem Finanzamt bereits bekannt war. Dies hatte sich im entschiedenen Fall zugunsten des Finanzamts ausgewirkt, gilt aber…
Einkommensteuer | Opfer eines Trickbetrugs kann Vermögensverlust nicht als außergewöhnliche Belastung geltend machen
Private Vermögensverluste aus einem Trickbetrug, bei dem die Täter einem älteren Menschen am Telefon die Notlage eines nahen Angehörigen vortäuschen, sind grundsätzlich nicht als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG abzugsfähig (FG Münster, Urteil v. 2.9.2025 - 1 K 360/25 E). Sachverhalt: Die zum Tatzeitpunkt 77 Jahre alte Klägerin erhielt…
Kindergeld und Freiwilligendienst
Kindergeld kann für Kinder zwischen 18 und 25 Jahren auch während eines Freiwilligendienstes gezahlt werden, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zu den anerkannten Freiwilligendiensten zählen insbesondere Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ), Bundesfreiwilligendienst (BFD), Internationaler Jugendfreiwilligendienst, Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst „weltwärts“ oder Freiwilligendienst aller Generationen Für diese Dienste gilt: •…
Einkommensteuer | Auch hochpreisiges Wohnmobil Gegenstand des täglichen Gebrauchs
Das FG Sachsen hat mit Urteil vom 20.12.24 (Az. 5 K 960/24) jüngst entschieden, dass es sich (auch) bei einem Wohnmobil aus dem höheren Preissegment um einen Gegenstand des täglichen Gebrauchs handelt, der von der Besteuerung nach § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG (private Veräußerungsgeschäfte) ausgenommen ist.…
Steueränderungsgesetz 2025 vorgelegt
Das BMF hat am 4.9.2025 den Referentenentwurf eines Steueränderungsgesetzes 2025 vorgelegt. Obgleich der Name des Gesetzes eher nüchtern wirkt, hat es das beabsichtigte Gesetz fiskalpolitisch in sich: Es wird in den kommenden Jahren mit jährlich 6 Mrd. Euro an Steuerausfällen gerechnet. Ein genauerer Blick in den Entwurf verrät dann auch,…
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